1900-1920 Drucken

1905/1906

Originaltext der Gründungsurkunde:

„Am 12. Februar 1905 wurde in Johann Ambroschütz Gasthaus
von Herrn August Hausegger eine allgemein zugängliche
Versammlung laut Bewilligung der K.K. Bezirkshauptmannschaft
einberufen. Zweck der Versammlung war die
Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in St. Oswald b. Pl.,
bei der der Einberufer auch den Vorsitz führte. Die Versammlung
war zirka mit 50 Personen besucht. Tagesordnung
war die Konstituierung des Vereines und der Statuten, welche
an die K.K. Statthalter eingereicht und am 4. März genehmigt
wurden. Worauf Gründer des Vereines am 19. März
1905 die erste Hauptversammlung einberuften.“

Als erster Hauptmann wurde August Hausegger (ehemaliger Kaufmann in St. Oswald) und als Schriftführer und Kassier
Anton Zarfl (Gastwirt) genannt. Hauptmann-Stellvertreter war
Johann Weidenbacher.

Es gibt nicht nur ein vollständig erhaltenes Sitzungsbuch, sondern auch ein Kassabuch aus dem Jahr 1905. Darin werden Einnahmen von 1.737,25 Kronen und Ausgaben von 1.519,57 Kronen angeführt.

Bereits im ersten Jahr - am 3. September 1905 - wurden eine Handdruckspritze und andere Ausrüstungsgegenstände angeschafft.

Am 7. Jänner 1906 fand bei der Jahreshauptversammlung der Kassaabschluss für das Jahr 1905 statt. Alle Funktionäre und Kontrollore haben das Kassabuch unterzeichnet.

1907

Am 6. Jänner 1907 wurde beschlossen 200 Kronen aufzunehmen, um 30 Schläuche anzukaufen.


Bei der Ausschusssitzung am 28. April wurde vereinbart, bei dreimaligem Nichterscheinen zum Dienst einen Ausschluss aus der Feuerwehr auszusprechen.

1909 bis 1910

In diese Jahre fällt der Ankauf einer größeren Handdruckspritze (Marke Hydrophor), welche auf einem eigenen Spritzenwagen bzw. Pferdekutschenwagen montiert war. Die Pferde mussten im Übungs- und Einsatzfall von den umliegenden Bauern zur Verfügung gestellt werden. Das ist unter anderem an den Ausgaben im Kassabuch ersichtlich.

Zu Pfingsten fand der erste Ausflug der freiwilligen Feuerwehr nach Semriach zur Lurgrotte statt. Pro Mann waren 8 Kronen zu berappen.


Am 21. August 1910 richtete die Feuerwehr St.Oswald erstmals den Bezirksfeuerwehrtag aus. Der Empfang fand im GH Anton Steinhauser, vulgo Bäck (heutiges Gasthaus Kogler) statt.

1913

Am 19. Juli stellten Herr Johann und Frau Rosa Trummer den Baugrund (80 m2) für den Rüsthausbau unentgeltlich zur Verfügung. Herr Rupert Fuxjäger streckte einen Teil des notwendigen Geldes vor.


Am 3. Oktober 1913 wurde von der Gemeinde St. Oswald der Baubewilligungskonsens mit allen Auflagen erteilt. Als Grundlage diente der Bauplan, der von Maurermeister Josef Grabenwarter aus Stallhofen erstellt und genehmigt wurde.

1914

Neben der Fertigstellung des Rüsthauses, welches am 17. Mai eingeweiht und der Bestimmung übergeben wurde, wurden weitere Ausrüstungsgegenstände angekauft.

Anlässlich der Einweihung wurde das Mannschaftsfoto als
Postkarte mit einer Auflage von 1.000 Stück verkauft.

1914 bis 1919

Während der Zeit des Ersten Weltkrieges kamen die Aktivitäten und Aufzeichnungen fast zur Gänze zum Erliegen.

Originaltextausschnitt der Seite 1
des Protokollbuches der Feuerwehr

Spritzenweihe 3. September 1905

Originalbauplan des Rüsthauses vom 3. Oktober 1913

Baubewilligungskonsens
der Gemeinde St. Oswald, 3. Oktober 1913

Zeitungsausschnitt von der Rüsthausweihe am 17. Mai 1914

Bericht von der Rüsthausweihe