Verhalten im Brandfall

Es brennt! Wie verhalte ich mich richtig.

Keine Panik
Alarmieren
Retten
Löschen

Keine Panik! Ruhe bewahren

Angst oder Panik gilt es zu vermeiden, um keine falschen Fluchtreaktionen auszulösen. Ängstliche Personen müssen beruhigt und zum raschen Verlassen des Gefahrenortes angewiesen werden.

Alamieren

Melden sie umgehend den Brand der Feuerwehr. Die Brandmeldung kann  über das Telefon und der Notrufnummer 122 erfolgen oder selbsttätig über eine Brandmeldeanlage (automatische Brandmelder und/oder Druckknopfmelder).
Verlassen Sie sich niemals darauf, dass bereits andere die Feuerwehr verständigt haben.

Geben Sie bei einem telefonischen Notruf immer bekannt

WO ist der Notfallort?
WAS ist geschehen?
WIE VIELE Menschen sind betroffen?
WER ruft an?
WARTEN sie auf Rückfragen!

Detailierte Informationen wie ein Notruf erfolgen soll finden Sie auf unserer Notruf Informationsseite

Retten

Stellen Sie fest, ob Verletzte oder Behinderte aus dem Gefahrenbereich gebracht werden müssen.
Bringen Sie sich und Hilfsbedürftige (Kinder, alte Menschen, Kranke, Gehbehinderte) möglichst gleichzeitig mit der Alarmierung in Sicherheit. Personen, deren Kleidung in Brand geraten ist, nicht fortlaufen lassen sondern in Decken oder Kleidungsstücke einhüllen und den Brand durch Abklatschen und/oder Wälzen am Boden löschen.

Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung!

Wenn Sie flüchten können:

    • Fenster im Brandraum schließen.
    • Andere Mitbewohner benachrichtigen.
    • Türen hinter sich schließen.
    • Fenster von Fluchtwegen (Stiegen, Gänge) zur Brandrauchentlüftung öffnen.
    • Keine Aufzüge benützen.
    • Geordnet und überlegt das Haus verlassen.
    • Zusammen mit den Mitbewohnern (Nachbarn) das Eintreffen der Feuerwehr abwarten.
    • Vollzähligkeit überprüfen.

Wenn Sie vom Brand eingeschlossen sind:

    • Entfernen Sie sich soweit wie möglich vom Brandherd.
    • Schließen Sie alle Türen zwischen sich und dem Brandherd.
    • Türritzen gegen das Eindringen von Rauchgas möglichst mit nassen Tüchern abdichten.
    • Erst jetzt, wenn dies möglich ist, Fenster öffnen.
    • Machen Sie auf sich aufmerksam, wenn möglich telefonieren oder beim (offenen) Fenster rufen und winken.

Die meisten bei einem Brand verunglückten Personen sind durch falsches Verhalten zu Schaden gekommen, daher unbedingt Ruhe und Besonnenheit bewahren! Abgesehen von der Brandhitze besteht vor allem Erstickungs- und Vergiftungsgefahr durch Rauchgase.

Löschen

Etwa die Hälfte aller gemeldeten Brandfälle werden noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr von Privatpersonen gelöscht. Kenntnisse in der ersten Löschhilfe und der richtige Einsatz von Kleinlöschgeräten können in vielen Fällen das Entstehen von Großbränden verhindern.

  • Machen Sie sich bereits im Vorfeld mit der Handhabung Ihres Feuerlöschers vertraut, damit Sie im Notfall keine Zeit verlieren.
  • Türen und Fenster des vom Brand betroffenen Raumes so lange geschlossen halten, bis der Löschangriff nach ausreichender Bereitstellung von Löschgeräten und Löschmittel vorgenommen werden kann.
  • Beim Vorgehen in den Brandraum die Fenster im Stiegenhaus und gegebenenfalls in den vor dem Brandraum liegenden Räumen öffnen, damit die aus dem Brandraum strömenden Rauchgase ungehindert ins Freie abziehen können und das Stiegenhaus nicht verqualmt wird.
  • Tür zum Brandraum in gebückter Stellung und unter Ausnützung einer Deckung (Türblatt, angrenzende Mauer) öffnen.
  • Achtung: Gefahr durch Stichflammen!
  • In gebückter Haltung oder am Boden kriechend so nahe an den Brand heranarbeiten, dass dieser mit dem Löschstrahl sicher getroffen werden kann.
  • Beginn der Löscharbeit an der Stelle der größten Brandausbreitungsgefahr.
  • Löschwasserstrahl nur in die Glut, nicht in Flammen und Rauch richten!
  • Nur dann Wasser aufbringen, wenn der zu löschende Gegenstand gesehen werden kann.
  • Die Löschwasseraufbringung von Zeit zu Zeit unterbrechen, damit der Wasserdampf abziehen kann und die brennenden Gegenstände wieder sichtbar werden.
  • Immer Deckung nehmen! Auf Gefährdung durch Stichflammen und Wasserdampf achten! Bei Verqualmung am Boden kriechend vorgehen! Achten, dass Rückzugsweg nicht abgeschnitten wird! In stark verqualmte Räume darf nur unter Verwendung geeigneter Atemschutzgeräte vorgedrungen werden!

Vorbereitungen für die Einsatzorganisationen treffen !

  • Einsatzkräfte bei der Hauptzufahrt erwarten und einweisen.
  • Einfahrten und Eingänge öffnen.
  • Rettungs- und Angriffswege freimachen.
  • Unbeteiligte Personen (Fremde, Schaulustige) fernhalten

Einsatzkräfte beim Eintreffen informieren über:

Lage des Brandherdes – Eventuell vermisste Personen – Eventuell noch im Brandobjekt befindliche gehbehinderte Personen (Kranke, Kinder, alte Menschen) – Besondere Gefahren (Spraydosen, Druckgasflaschen, Chemikalien) – Bedrohte Tiere – Besondere Sachwerte – Feuerwehr einweisen: – Steigleitungseinspeisungen – Lage von Hydranten (besonders wichtig Unterflurhydranten) – sonstige Wasserentnahmestellen. Sich der Feuerwehr zur Verfügung stellen! Selbstschutzhelfer haben vor allem wichtige Orts- und Personenkenntnisse!

 

Merkblätter

 

weiterführende Informationen

SIZ – Verhalten im Brandfall – Alarmieren

SIZ – Verhalten im Brandfall – Retten

SIZ – Verhalten im Brandfall – Löschen

SIZ – Verhalten bei Wohnungsbrand

BMI - Brandschutzratgeber (2,90 MB)

BMI Brandfall Selbstschutz vom Brand eingeschlossen (131 KB)

BMI Brandfall Selbstschutz flüchten möglich (92 KB)

BMI Verhalten bei Fettbrand (76 KB)

BMI Verhalten bei Gasgeruch (114 KB)

 

 

Quellangabe

BMI – Krisen- und Katastrophenmanagement Ratgeber

BMI – Brandschutzratgeber (Version 2 / Mai 2014)

SIZ – Sicherheits- Informationszentrum des Zivilschutzverbandes

Katastrophenschutz und Feuerwehr Graz – Verhalten im Brandfall